Die Beduetung der Link Popularity beim SEO

Den wichtigsten Faktor bei der Offsite-Optimierung stellt die Link Popularity dar, da diese bei allen großen Suchmaschinen zur Ge- wichtung der Relevanz eines Dokumentes hinzugezogen wird. Das Grund- prinzip des Link Popularity-Verfahrens besteht darin, dass die Relevanz eines Dokumentes auch durch die extern auf dieses Dokument verweisen- den Links (Backlinks oder auch Inbound Links genannt) beschrieben wird. Diese These basiert auf dem Zitierverhalten in der Literatur: Relevante In- halte oder Aussprüche werden häufig zitiert. Daraus resultiert prinzipiell die grundlegende – aber nicht ganz korrekte – Erkenntnis, dass eine große Anzahl von Backlinks das Ranking des verlinkten Dokumentes positiv un- terstützt.

Entscheidend für eine gute Link Popularity ist nicht nur die Anzahl der Backlinks, sondern vor allem die Qualität der Verweise. So wird z.B. ein Link von der  Apple-Homepage auf die Seite eines Elektronik-Kaufhauses als wesentlich relevanter eingestuft, als  die von einer Bäckerei-Website ausgehende Verlinkung auf dieses Webangebot. Das Gewicht der Verwei-se wird also zum einen durch die Relevanz der verlinkenden Seite be- stimmt, zum anderen durch die
thematische Ähnlichkeit der beiden Dokumente. Die Relevanz der verlinkenden Seite wird wiederum durch deren
Link Popularity bestimmt. Die Link Popularity ist somit ein rekursives Verfahren, da ein Teil der Link Popularity einer Site an die verlinkten Dokumente weitergegeben (vererbt) wird.

Einfluss auf die Gewichtung eines Backlinks hat jedoch auch die Anzahl der Verweise, die von dem verlinkenden Dokument ausgehen. Bei der Vererbung der Link Popularity gilt, dass diese zwischen allen ausgehenden Verweisen aufgeteilt wird. So kann z.B. eine Site, die  zehn Dokumente verlinkt, an jedes einzelne Dokument weniger Link Popularity weitergeben als eine Site, die nur ein Dokument verlinkt. Das Gewicht eines Backlinks ist also umso höher, desto weniger Verweise von der verlinkenden Website ausgehen.

Gerade für neue Webangebote stellt die Berücksichtigung der Link Popularity als Gewichtungsfaktor bei der Relevanzbewertung ein Problem dar. Aufgrund der fehlenden  Bekanntheit verfügen die Dokumente noch nicht über Backlinks und somit auch nicht über Link Popularity. Auch bereits bestehende Webangebote verfügen oftmals nicht über relevante Backlinks.
Daher wird bei der Offsite-Optimierung versucht, durch Backlinks von Seiten mit hoher Link  Popularity eine hohe Gewichtung der eigenen Dokumente zu erreichen. Zu Beginn des Optimierungsprozesses ist es sinnvoll, die bestehenden Verlinkungen auf das Webangebot zu überprüfen. Dies ist bei Suchmaschinen meist über die Eingabe eines bestimmten Attributes in das Suchfeld möglich. So können die eingehenden Links sowohl bei Google, Yahoo! als auch bei MSN durch die Eingabe von „link:“ ge- folgt von der zu überprüfenden URL abgefragt werden. Eine mögliche Eingabe wäre „link:www.domain.de/verzeichnis/datei.html“.

Insbesondere die von Google vergebene Link Popularity eines Dokumentes kann einfach überprüft werden. Die Link Popularity wird bei Google durch den PageRank definiert. Dieser wird durch eine Zahl zwischen Null und Zehn dargestellt, wobei die Zehn den höchsten erreichbaren Page Rank-Wert darstellt. Hohe PageRanks deuten auf sog. Web Authorities hin. Dies sind offenkundig bedeutsame und gut vernetzte Content-Seiten, die von vielen Internetnutzern besucht und weiterempfohlen werden. EinPageRank oberhalb von 4 oder 5 ist für kleinere, jüngere Websites meist
äußerst schwer oder gar nicht erreichbar. Neben Google selbst verfügen insbesondere sehr populäre Webangebote wie die Seiten der NASA, Adobe,Apple oder der New York Times über sehr hohen PageRank. Zur Berechnung des PageRanks eines Dokumentes existieren zahlreiche kostenlose Software-Tools. So ist z.B. auch mit dem bereits im Rahmen der Keyword-Density erwähnten Erweiterung Search Status für den Browser Mozilla eine sofortige Berechnung des PageRanks möglich. Wie hoch der PageRank eines Dokumentes optimalerweise sein sollte, folgt der einfachen Formel „Je höher, desto besser“.

Der PageRank kann beispielsweise mit der für alle gängigen Browser kos-
tenlos erhältlichen Google Toolbar eingesehen werden. Nach dem Herun- terladen der Toolbar wird zu
jeder Seite, die man gegenwärtig besucht, unmittelbar der jeweilige PageRank angezeigt. Bei der
Interpretation des angezeigten PageRanks ist allerdings zu beachten, dass Google den sicht- baren
PageRank lediglich aperiodisch aktualisiert, während google-intern beim Indexaufbau jeweils mit
aktuellen Werten gerechnet wird.14

Um einen Indikator über die vollständige oder auch nur teilweise Erfas- sung der Website im Suchmaschinen-Index zu erhalten, empfiehlt sich die Verwendung der sog. „site“-Abfrage in der Eingabemaske der Suchma- schinen. Dieser Befehl liefert als Suchergebnis einen Index zurück, der exklusiv alle indexierten Seiten der eingegebenen Domain umfasst . Die Eingrenzung auf eine Domain kann in der erweiterten Suche von Google im Feld „Antwortseiten von der Site oder Domain“ oder durch die direkte Eingabe des Ausdruckes „site:www.domainname.de“ in die Suchmaske erfolgen.

Sollte die im Index befindliche Seitenzahl kleiner als die tatsächlich existierende Seitenanzahl sein, so liefert diese Tatsache erste Hinweise auf eine nicht hinreichend suchmaschinenoptimierte Gestaltung der Website.Weitere Hinweise über den korrekten oder fehlerhaften Ablauf der Indexierungsind bei Google unter https://www.google.com/webmasters/tools/sitestatus?hl=de abrufbar. Nach Eingabe der URL erscheint ein StatusBericht mit dem Datum des letzten Crawlerbesuches auf der Startseite der Domain und einem Hinweis, wenn nicht alle Seiten indexiert werden
konnten. Über die kostenlos einzurichtenden Webmaster Tools bei Google können noch weitergehende Fehlerhinweise, wie z.B. Zeitüberschreitungen beim Aufruf, http-Fehler oder auch nicht erreichbare URLs eingesehen werden.


Die potenziellen Bereiche des Online Marketing 2011

Um potenzielle Kunden auf die Website weiterzuleiten, setzt das Suchmaschinen Marketing genau an dem Punkt an, den die meisten Internet-Nutzer zur Informationsrecherche und Einstieg in das Internet nutzen: den Suchmaschinen. Mit Hilfe der Suchanfragen bekunden die Internet-Nutzer ihr Interesse an einem bestimmten Thema. Die Aufgabe des Suchmaschinen-Marketings besteht darin, eine Website bzw. deren Inhalte bei passendenSuchanfragen in den Ergebnisseiten der Suchdienste zu platzieren, damit diese von Internet-Nutzern gefunden werden. „Die entscheidende Kernfrage des Suchmaschinen-Marketings ist (somit) nicht »Wie erreiche
ich potenzielle Kunden?«, sondern »Wie werde ich mit meinem Produkt (oder meiner Dienstleistung) von potenziellen Kunden im Internet gefunden?

Eine einheitliche Begriffsdefinition der Elemente des Suchmaschinen- Marketings existiert nicht, was größtenteils an diesem noch recht jungen Zweig der Wissenschaft liegt. So wird insbesondere im englischsprachigen Raum in der Praxis der Begriff Search Engine Marketing bzw. SEM nicht nur als Oberbegriff für das gesamte Suchmaschinen-Marketing verwendet, sondern ebenfalls für jegliche Art von bezahlten Einträgen in Suchmaschinen,
die im eigentlichen Sinne lediglich einen Teilbereich des SEM darstellen. Im Rahmen dieses Beitrags soll die verwendete Terminologie daher im Vorfeld abgegrenzt werden.

Suchmaschinen-Marketing bzw. SEM im weiterführendem Sinn ist der Oberbegriff für alle Möglichkeiten und Ansatzpunkte innerhalb des Suchmaschinen-Marketings. Dieser „Ober-begriff wird in der angewendeten Praxis und Literatur in die zwei Disziplinen SEM(Suchmaschinenmarketing) und Suchmaschinen Optimierung (SEO) unterteilt. Das Ziel beider Maßnahmen ist die Positionierung einer Website auf den Ergebnisseiten von Google & Co. Die Unterschiede liegen jedoch in der Vorgehensweise zum Erreichen dieses Ziels: Bei der Suchmascinen Optimierung werden technische und inhaltliche Änderungen an der Website selbst (und darüber hinaus) vorgenommen, um eine gute Position (möglichst auf der ersten Suchergebnisseite) zu erlangen; beim SEM werden für das Erscheinen der Website in den Suchergebnissen kostenpflichtige Einträge geschaltet. Die konkreten Maßnahmen dieser beiden Disziplinen werden im weiteren Verlauf dieses Blogs detailliert bewertet.

Zu jeder Marketing-Kampagne gehört zudem ein umfangreiches Controlling,
das den Erfolg einer Kampagne in wirtschaftliche Kennzahlen umwandelt.Dieser Blog beschäftigt sich mit der Erfolgskontrolle sowie den Besonderheiten dieses Prozesses beim Suchmaschinen-Marketing. Da das Web-Controlling im Gegensatz zu Controlling-Maßnahmen klassischer Werbeformen eine Vielzahl weiterer quantitativer und qualitativer Werte liefert, wird darüber hinaus die Bedeutung dieser Werte als Optimierungsparameter zur Effizienzsteigerung der Maßnahmen erläutert.

Suchmaschinen-Marketing als Instrument des Online-Marketings setzt auf der technischen Struktur des Internets auf und bedient sich der Suchmaschinen, um die eigene Website für Internet-Nutzer auffindbar zu machen.
Um die grundlegenden Vorgänge des Suchmaschinen-Marketings zu verstehen, ist es notwendig, sich mit den technischen Grundlagen des Internets sowie der Funktionsweise von Suchmaschinen auseinanderzusetzen.
Dieser Blog beschreibt detailliert diese technischen Grundlagen und erläutert weiterhin die Profile und das Such- und Kaufverhalten von Internet-Nutzern, um die bestehende Ausgangssituation des Internets als Marktplatz möglichst umfassend zu beschreiben.